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Newsletter Juni 2025

Juni 2025

PKV-Standardtarif steigt erneut

Der Standardtarif in der privaten Krankenversicherung steigt zum 01.07.2025 um etwa 25% an. Verantwortlich für die deutliche Erhöhung sind die höheren Leistungsausgaben der vergangenen Jahre, besonders im stationären Bereich. Damit steigt der Beitrag auf durchschnittlich 500 Euro.
Der Standardtarif wurde im Jahr 1994 eingeführt und richtet sich an ältere Versicherte. Diese müssen entweder 65 Jahre alt sein oder 55 Jahre und ein Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – die aktuell bei 66.150 Euro liegt – haben. Ferner müssen Versicherte bereits mindestens seit zehn Jahren privat versichert sein und ihre Vollversicherung vor dem 01.01.2009 abgeschlossen haben. Zum Jahresende 2024 waren insgesamt rund 53.900 Personen im Standardtarif versichert.

 

Frauen in der bAV unterrepräsentiert

Frauen bleiben bei der (betrieblichen) Altersversorgung stark benachteiligt, hieß es wieder einmal in einer aktuellen Auswertung der DCS Deutsche Clearing-Stelle. Demnach entfallen nur 22,6 % der bAV-Verträge auf Frauen. Da wundert es kaum, dass laut Angaben des Statistischen Bundesamts, Frauen ab 65 Jahren Alterseinkünfte von nur 18.700 Euro brutto im Jahr bezogen, während Männer rund 25.600 Euro brutto zur Verfügung hatten (2024).

 

Europa-Rente PEPP gescheitert?

Das Pan-Europäische Private Pensionsprodukt (PEPP) gerät erneut in die Kritik. Ein aktueller Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt deutlich: Die ursprünglich ambitionierte Idee einer europaweiten Altersvorsorgelösung ist weitgehend gescheitert. Ursprünglich sollte das PEPP die grenzüberschreitende Altersvorsorge in der EU fördern. Doch laut Bericht konnte das Produkt weder bei Anbietern noch bei Verbrauchern Fuß fassen.
Die Kommission hatte sich ein Anlagevolumen von 700 Mrd. Euro bis 2030 als Ziel gesetzt. Bislang wurden jedoch lediglich rund 50 Mio. Euro investiert – eine Quote von kaum 0,007%. Ein Produkt, das mit einer Kostenobergrenze von 1% pro Jahr auskommen muss, ist wirtschaftlich nicht tragfähig, weder für Anbieter noch für Vermittler. Wenn Europa keine steuerlich attraktiven Vorsorgeprodukte schafft, muss die Bundesregierung selbst handeln.

 

ETFs mit niedrigsten Zuflüssen seit April 2024

Das Analysehaus Morningstar verfolgt jeden Monat die Zu- und Abflüsse der verschiedenen Asset-Klassen und hat für April 2025 bei ETFs einen Tiefststand festgestellt. Zwar konnten diese immer noch Zuflüsse verbuchen, aber die Handelszölle haben diese deutlich gebremst.