Newsletter Juli 2025
Juli 2025Rentenerhöhung mit Beigeschmack
Ab Juli 2025 erwartet die rund 22 Millionen Rentner eine Rentenerhöhung von 3,74 Prozent. Doch sie werden diese Erhöhung nicht sofort in voller Höhe spüren.
Der Grund: Der Beitrag zur Pflegeversicherung wurde im Januar von 3,4 Prozent auf 3,6 Prozent erhöht. Diese Erhöhung wurde allerdings bisher noch nicht abgezogen, sondern wird nun im Juli als einmaliger zusätzlicher Beitrag von 1,2 Prozent nachgeholt, und zwar rückwirkend für die Monate Januar bis Juni 2025.
Bundesbank plädiert für Anhebung des Rentenalters
Die Bundesbank plädiert für eine weitere Anhebung des Rentenalters. Die Altersgrenze für den frühestmöglichen Rentenzugang und das gesetzliche Rentenalter könnten an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren solle beendet werden.
Längere Erwerbsleben würden der demografischen Entwicklung entgegenwirken, den Arbeitsmarkt und die Staatsfinanzen entlasten, heißt es im Bericht. Eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung könne den Beitragssatz um etwa zwei Prozentpunkte verringern. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent. Prognosen gehen jedoch von einem Anstieg auf 22,3 Prozent bis Mitte des kommenden Jahrzehnts aus.
Abgabefrist zur Einkommensteuer 2024
Die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung 2024 läuft. Wer sie selbst macht, muss sie bis spätestens 31.07.2025 beim Finanzamt einreichen. Wer sich Unterstützung vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein holt, kann sich bis zum Frühjahr 2026 Zeit lassen.
Barrierefreie Websites werden Pflicht
Ab dem 28.06.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Digitale Angebote wie Websites müssen dann barrierefrei sein – etwa durch klare Navigation, Alternativtexte für Bilder und gut lesbare Kontraste. So sollen Websites für alle Nutzer zugänglich werden, unabhängig von Einschränkungen. Kleinstunternehmen mit unter zehn Beschäftigten und weniger als 2 Mio. Euro Umsatz sind ausgenommen.
Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung?
Der Vorschlag der SPD, die Beitragsbemessungsgrenze deutlich anzuheben, um die gesetzliche Krankenversicherung zu entlasten, ist umstritten. Ziel soll sein: Arbeitnehmer mit höheren Einkommen stärker an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu beteiligen.
Die Unionsfraktion hat dem Vorschlag eine Absage erteilt. Kritik gab es unter anderem auch vom Verband der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband), der in der Erhöhung eine „Sondersteuer auf Arbeitsplätze“ sieht.
EU-Data-Act bringt Neuerungen zur Datennutzung
Der Data Act ist eine EU-Verordnung, die einen einheitlichen Rechtsrahmen für fairen Datenzugang und Datennutzung schafft. Sie wird ab dem 12.09.2025 für alle anwendbar. Verbraucher erhalten Zugang zu Daten, die durch die Nutzung von Produkten oder Diensten entstehen. Zudem regelt der Act den Datenaustausch zwischen Unternehmen, Verbrauchern und Behörden und verpflichtet Unternehmen zu neuen Regeln bei Datenerfassung und -weitergabe.
Die Favoriten der Unterstützungskasse
An welche Anbieter vermitteln Maklerinnen und Makler das die meisten betrieblichen Altersvorsorgen im Durchführungsweg Unterstützungskasse? Die Antworten hat die aktuelle Studie „AssCompact AWARD – Betriebliche Altersversorgung 2025“.: 1.Allianz 2. Nürnberger 3. Canada Life 4. Swiss Life 5. Alte Leipziger
Chancen und Herausforderungen der Gen Z
Laut der aktuellen Sirius Campus-Marktuntersuchung „Gen Z im Versicherungsmarkt“ sehen 66% der jungen Leute im Alter zwischen 16 und 30 Jahren ihre eigene Zukunft optimistisch. Als Chancen empfindet die Gen Z für sich besonders den Vermögensaufbau (54%), gesundheitliche Versorgung sowie die Gründung einer Familie mit Kindern (47%). Im Beruflichen wittern 45% gute Karrierechancen, Chancen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (44%) und die Selbstverwirklichung im Beruf (40%).
Als Herausforderungen gelten bei vielen hohe Wohnkosten und Immobilienpreise (65%), zu wenig Geld oder Zeit für Reisen und Freizeit (45%) sowie finanzielle Engpässe (36%). Das Thema Nachhaltigkeit nimmt laut Sirius Campus eher eine nachgelagerte Rolle ein.
Bedeutend ist der Zusammenhang, der zwischen dem optimistischen Blick in die eigene Zukunft und dem Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung besteht. Eine chancenorientierte Lebenseinstellung führe auch zu einem höheren Absicherungsbedürfnis. Die befragten jungen Menschen besitzen demnach bereits mehr Versicherungen und planen auch mehr Versicherungsabschlüsse. Für den Abschluss von Versicherungen ist das Alter in Verbindung mit Lebensereignissen ein entscheidender Faktor. 16– bis 18-Jährige haben laut dem Kölner Forschungs- und Beratungsinstitut lediglich rund zwei Verträge, die oft auch noch von ihren Eltern für sie abgeschlossen wurden. Bei den 28– bis 30-Jährigen sind es dann bereits rund vier Verträge. Besonders private Haftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen hat diese älteste Gruppe abgeschlossen. Die erste Versicherung wird übrigens jeweils zu rund zwei Fünfteln bei einem Vermittler oder direkt inklusive Vergleichsportal abgeschlossen.