news menü

Newsletter August 2025

August 2025

Strengere Regeln zur Nachhaltigkeit und Umweltaussagen

Ein Gesetzentwurf sieht strengere Regeln für die Werbung mit Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegeln vor. Ziel des Gesetzes ist auch Greenwashing zu verhindern und einen fairen Wettbewerb zu erreichen.
Umfasst seien grundsätzlich auch Finanzprodukte wie Versicherungen. Generell bedeutet dieses, dass hinter allgemeinen Umweltaussagen auch tatsächliche Umweltleistungen stehen müssen.
Nachhaltigkeitssiegel sollen künftig auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlicher Stelle festgesetzt sein. Das Zertifizierungssystem muss eine Überprüfung durch Dritte vorsehen. Reine Selbstzertifizierungen wären laut Entwurf nicht mehr möglich.


Wird die Allianz zum Tech-Konzern?
Allianz-Chef Oliver Bäte will den 135 Jahre alten Versicherer in einen globalen Techkonzern Verwandeln. Dabei orientiert er sich nicht an der Konkurrenz aus der mitunter etwas angestaubten Branche, sondern an globalen Plattformriesen. Amazon statt Axa, Google statt Generali, das ist das neue Maß der Dinge.
In der Initiative „Connected Platforms“ verbindet das Unternehmen unter anderem die Töchter Allianz Partners, Allianz Direct und Solvd, um verschiedene Dienste und Daten miteinander zu verknüpfen. KI spielt dabei eine zentrale Rolle.

 

Interesse an Nachhaltigkeit schwindet

Die Nachhaltigkeit hat es in der Gesellschaft immer schwerer. Das bestätigt jetzt auch eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox. Nur noch jeder Sechste investiert in nachhaltige Finanzprodukte, 64% haben daran immerhin generelles Interesse. Der Abwärtstrend aus den Vorjahren hat sich weiter verschärft. Im letzten Jahr interessierten sich noch 69% für sogenannte ESG-Anlagen, also für Anlageprodukte, die ökologischen, sozialen und ethischen Mindeststandards genügen. 2022 waren es sogar 79%, jetzt lediglich noch 64%.


Neue Berufsunfähigkeitsversicherung des HDI

HDI hat weitreichende Neuerungen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung EGO Top bekannt gegeben. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der jüngeren Zielgruppe und deren speziellen Bedürfnissen. Auch die Gesundheitsprüfung wurde umfassend überarbeitet. Zentrale Neuerungen sind die Optionen „UpgradeJoker“ und „KarrierePlus“. Der UpgradeJoker verspricht maximale Flexibilität ohne erneute Risikoprüfung.
Möchte ein junger Mensch einen anderen Beruf ausüben als beim Vertragsabschluss festgelegt, kann im Rahmen des UpgradeJokers eine Besserstellung der Risikogruppe geprüft werden, wobei eine Verschlechterung der bisherigen Absicherung ausgeschlossen ist. Zudem kann die Dynamik sowie eine garantierte Rentensteigerung vereinbart werden. Die Option „KarrierePlus“ bietet die Möglichkeit, die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente im selben Verhältnis zu erhöhen, wie das Einkommen steigt. Die Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente ist ohne erneute Risikoprüfung möglich.
Es gilt der vollständige Verzicht auf die abstrakte und konkrete Verweisung in der Erst- als auch in der Nachprüfung – für alle Berufe.


Allianz darf Rentenfaktor nicht einseitig senken

Das Landgericht Berlin hat entschieden: Die Allianz Lebensversicherung darf den vertraglich garantierten Rentenfaktor in der privaten Rentenversicherung nicht einseitig senken. Bereits im Januar hatte auch das Oberlandesgericht Stuttgart ähnlich geurteilt.


Die Koalition zur Altersvorsorge

Beim AfW Hauptstadtgipfel 2025 stellten Vertreter von SPD und CDU ihre Pläne zur privaten Altersvorsorge vor. Im September soll ein Reformpaket im Bundestag beschlossen werden. Geplant ist u.a. die Absicherung des Rentenniveaus bei 48% und ein Steuerfreibetrag von 2.000 Euro, der Anreize setzen soll, auch nach Erreichen des regulären Rentenalters weiterzuarbeiten.
Ein weiteres Projekt ist die Frühstart-Rente: Schüler sollen künftig zwischen dem 6. und dem 18. Lebensjahr jährlich 10 Euro Förderung für die Altersvorsorge erhalten. Bedauert wird, dass die Aktienrente, derzeit nicht weiterverfolgt wird. Der ursprüngliche Plan sah vor, einen Teil der gesetzlichen Rente kapitalgedeckt abzusichern.


Arbeitsministerium will mehr Betriebsrenten

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge vorgelegt. Dieser soll Betriebsrenten flexibler machen und entbürokratisieren, um die Verbreitung, vor allem auch in kleineren und mittleren Betrieben, voranzutreiben. Dafür soll es Änderungen beim sogenannten Sozialpartnermodell geben. Vorschriften für Pensionskassen sollen „flexibilisiert werden“: Sie sollen risikoreicher investieren können, um höhere Renditen zu erzielen.
Auch die steuerliche Förderung für Betriebsrenten soll erhöht werden. Sogenannte Opt-out-Modelle sollen erleichtert werden. Ab 2027 will der Staat für die Reformen jährlich etwa 150 Mio. Euro zusätzlich bereitstellen.